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Patrick Julicher
Jul 21, 2020

„Ich möchte auch beim Trainieren über meine Grenzen hinauswachsen.“

Elze Geurts (25) ist Spitzenturnerin bei Turnz Amsterdam Gymnastics. Zurzeit trainiert sie 29 Stunden pro Woche und studiert nebenher Philosophie an der Universität Amsterdam. Wie alle anderen blickt auch Elze auf spezielle Zeiten zurück, in denen aufgrund der Corona-Krise Turniere abgesagt wurden und die Vorlesungen ihres Studiums ausschließlich online stattfanden. Nichtsdestotrotz trainierte sie die ganze Zeit über weiter, auch wenn dies auf eine andere Art und Weise und auf einem anderen Niveau geschah, als sie es als Spitzensportlerin gewohnt ist. 
Grenzen hinauswachsenInzwischen kann sie wieder fast alles tun wie früher. „Seit ein paar Wochen dürfen wir wieder in unsere eigene Trainingsstätte zurückkehren, was aufgrund der vorhandenen Ausstattung besonders schön ist“, erklärt Elze. „Dort kann ich nämlich das erforderliche Krafttraining absolvieren, um körperlich wieder auf das Niveau zu kommen, auf dem ich vor dem Lockdown war.“

Stillsitzen war keine Option
Wenn Elze auf die vergangenen Monate zurückblickt, kommt sie zu dem Schluss, dass ihr vor allem die Turniere gefehlt haben. „Aber ich habe dennoch keinen Moment lang still gesessen“, fährt sie fort. „Jeden Tag, an dem man nicht trainieren kann, verliert man nämlich an Form. Zwar konnte ich die Turnhalle nicht betreten, mit meinem Training auszusetzen stand für mich aber außer Frage. Deshalb habe ich eine Menge zu Hause absolviert, aber auch im Freien. Ohne Turngeräte gestaltete sich dies natürlich ziemlich schwierig. Doch zu Beginn dieser Krise wollte ich mich für die Europameisterschaft qualifizieren, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgesagt worden ist. Und nachdem dies dann doch geschah, wollte ich mich für eine mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen fit halten. Kurz nachdem auch die Olympiade abgesagt wurde, konnten wir dann glücklicherweise wieder wie gewohnt trainieren.“

Aufbautraining
Und so kehrt langsam alles wieder zur „neuen“ Normalität zurück. Auch wenn in puncto Turniere nach wie vor Ungewissheit herrscht, zeichnet sich auch in dieser Hinsicht ein kleiner Silberstreifen am Horizont ab: Die Europameisterschaft in Baku kommenden Dezember, die nach jetzigem Stand stattfinden wird.  Bis dahin muss Elze also noch mit dem Trainieren vorliebnehmen, was jedoch von Mal zu Mal intensiver wird. Dabei erweisen ihr auch die Bandagen von Push Sports einen wichtigen Dienst. „Für meine Übungen drinnen und draußen während des Lockdowns war es nicht notwendig, die Bandagen zu tragen, dazu war die Intensität einfach nicht hoch genug“, so Elze. „Und als ich wieder anfing, in der Turnhalle zu trainieren, begann ich mit Fitness- und Gleichgewichtsübungen, für die ich ebenfalls keine Bandagen brauche. Je weiter ich jedoch mit meinem Aufbautraining fortschreite und je mehr die Belastung zunimmt, desto angenehmer ist es, die Bandagen zu tragen. Dabei trage ich gewöhnlich Handgelenkbandagen und die Knöchelbandage 8. Auch weil ich beim Trainieren stets über meine Grenzen hinauswachsen möchte.“

EM-Qualifikation
Die Qualifikation für die Europameisterschaft wird voraussichtlich im November stattfinden. Elzes Trainingsprogramm läuft noch bis Mitte Juli, dann ist es Zeit für einen erholsamen Urlaub. „Ansonsten liegt mein letzter Urlaub zu lange zurück. Anschließend ist ein erneutes Aufbautraining geplant, mit dem Ziel, mich erstmals für die EM zu qualifizieren. Ob es schwierig ist, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren? Natürlich fiebere ich vor allem den Turnieren entgegen, auf die ich meinen Trainingsplan abstimme. Denn ohne Turniere ist es gewissermaßen eine Zeit der Leere, in der man eher weniger nach Höchstleistungen strebt.  Allerdings steht nun eine EM an, wozu ich dann problemlos den Schalter wieder umlegen kann. Das ist mir in der Vergangenheit auch bei Rückschlägen aufgefallen. Dass während der letzten Monate auch im Ausland keinerlei Turniere stattfinden konnten, macht es auch in finanzieller Hinsicht alles andere als leicht. Auf Turnieren verdiene ich nämlich den mit Abstand größten Teil meines Einkommens und das ist bislang komplett weggefallen.“

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